108 - Erika Groth-Schmachtenberger (1906-1992) Photokopierapparat, um 1928

Erika Groth-Schmachtenberger (1906-1992) Photokopierapparat, um 1928

108 - Erika Groth-Schmachtenberger (1906-1992) Photokopierapparat, um 1928

Als Erika Groth-Schmachtenberger 1973 als freie Mitarbeiterin am Freilichtmuseum Glentleiten anfing, suchte sie sich Murnau als Wohnsitz aus. 1932 hatte ihre Laufbahn als Pressefotografin für verschiedene Zeitschriften und Verlage begonnen. Bekannt wurde sie für ihre nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Dokumentationen zu Zerstörung und Wiederaufbau der Städte München und Würzburg. Der Nachlass der Fotografin – mit u. a. über 300.000 Negativen – ist auf mehr als 40 Archive und Institutionen verteilt, darunter das Bildarchiv Marburg, die Universitätsbibliothek Augsburg, das Freilichtmuseum Glentleiten und das Schloßmuseum Murnau. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit war die Dokumentation der Landschaft und der darin ausgeübten Traditionen. Als ihr Mann, Hans Groth, 1989 starb verließ sie Murnau und zog nach Würzburg. Nach Auskunft von Erika Groth-Schmachtenberger handelt es sich bei diesem Apparat um eine Kopiervorrichtung, bei der die Bilder nicht vergrößert wurden, sondern das gleiche Format wie das Negativ hatten. Sie kopierte hauptsächlich Rolleiflex-Filme; die Größe war variabel, meist aber 10 x 15 cm. Zum Entwickeln wurde der Film durch die Rahmenschlitze gezogen. Das Fotopapier legte man auf die Glasplatte und rahmte es mit Metallbändern, die außen am Gehäuse befestigt wurden. Dann schloß man den Deckel und schaltete mit Hilfe des schwarzroten Knopfes auf der Oberseite des Kastens die Beleuchtung innen an, je nachdem, wie lange die Negative belichtet werden sollten. Die rote Birne war nicht für die Belichtung nötig, sondern als normale Dunkelkammer-beleuchtung gedacht. Mit Hilfe einer Belichtungsuhr konnte die Belichtungszeit für die Entwicklung der Negative genau eingestellt werden.