Nach einer Lehre an der Holzschnitzschule in Bad Warmbrunn (heute: Cieplice Śląskie-Zdrój) im Riesengebirge, studierte Herbert Volwahsen von 1925 bis 1931 an der Kunstakademie in Dresden. Seit 1929 war er parallel Meisterschüler des Bildhauers Karl Albiker. Zusammen mit Karl Hofer, Will Grohmann, Josef Hegenbarth und Max Pechstein organisierte er 1946 die Erste Allgemeine Deutsche Kunstausstellung in Dresden. In sein Großrelief Passion (1946–1948) für den Gertraudenfriedhof in Halle a. d. Saale flossen seine Erlebnisse während des Dresdner Bombenangriffs im Februar 1945 und seine Begegnungen mit ehema-ligen Inhaftierten der Konzentrationslager ein. 1953 emigrierte er in den Westen. 1956 lehrte er an der Werkkunstschule Bielefeld, danach bis 1972 an der Dortmunder Fachhochschule. 1972 bezog er ein Atelierhaus in Murnau. Im Mittelpunkt seines Schaffens stand die menschliche Gestalt: Monumental, lebensgroß oder als Kleinplastik. Der kleine Schlittschuhläufer wirkt völlig in sich versunken. Mit erhobenem Kopf, die Arme gekonnt auf dem Rücken verschränkt, scheint er ganz in seinem Schlittschuhlauf aufzugehen.