101 - Filmspule mit Friedrich Wilhelm Murnaus letztem Film "Tabu" sowie Bücher aus seinem Besitz

Filmspule mit Friedrich Wilhelm Murnaus letztem Film "Tabu" sowie Bücher aus seinem Besitz

101 - Filmspule mit Friedrich Wilhelm Murnaus letztem Film "Tabu" sowie Bücher aus seinem Besitz

Es ist eine bislang ungeklärte Frage, warum sich der Stummfilmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau nach dem Ort Murnau benannt hat. Friedrich Wilhelm Murnau, geboren am 28. Dezember 1888 als Friedrich Wilhelm Plumpe in Bielefeld; gestorben am 11. März 1931 in Santa Barbara, Kalifornien, gilt als einer der bedeutendsten deutschen Filmregisseure der Stummfilmära. Der Nachname „Plumpe“ war für einen so feinsinnigen Menschen wie Murnau vermutlich schwer zu ertragen. Er nannte sich als Schauspieler zuerst Helmuth, dann Wilhelm Murnau. Vielleicht war Murnau mit seinem Freund, dem Schriftsteller Hans Ehrenbaum-Degele, zur Sommerfrische in den Ort gekommen. Vielleicht waren sie am 28. August 1910, an dem Tag als der Münchner Architekt Emanuel von Seidl den Berliner Regisseur Max Reinhardt eingeladen hatte, Szenen des „Sommernachtstraum“ von Shakespeare als „Naturtheater“ in seinem Park zu zeigen, zu Besuch in Murnau. Die Bücher des Schriftstellers Oskar Wilde aus dem Besitz von F. W. Murnau, u. a. handschriftlich bezeichnet mit: „F Wilhelm Murnau. Weihnacht 1910“ sind vermutlich der erste Nachweis seiner Umbenennung von Friedrich Wilhelm Plumpe in F. W. Murnau. Durch eine Fotografie belegt ist sein Besuch in der Umgebung Murnaus, aufgenommen zwischen Eschenlohe und Oberau, mit Auto und Chauffeur im Jahr 1924.