Rudolf Pfefferer, 1910 geboren in Dürnbach bei Gmund am Tegernsee, hatte zunächst Bildhauerkurse an der Städtischen Gewerbeschule in München belegt, bevor er ab 1931 an der Münchner Akademie der Bildenden Künste in der Bildhauerklasse von Bernhard Bleeker studierte. Als Pfefferers Wohnung 1944 ausgebombt worden war, zog er nach Murnau. Sein Atelier in der Schloßbergstraße wurde bald zu einem viel besuchten Treffpunkt und zu einem viel frequentierten Ort, an dem Lesungen, Konzerte und Feste stattfanden. Zusammen mit Gabriele Münter und der Autodidaktin Lena Gierl stellte er u. a. 1961 in der Murnauer Lesehalle aus. Pfefferer fand seine Themen überwiegend im christlichen und mythologischen Bereich. Neben zahlreichen öffentlichen Aufträgen, wie Brunnenplastiken und Denkmäler, widmete er sich ebenso der Kleinplastik und dem privaten Porträt. Gabriele Münter wurde von ihm in Bronze und in Stein porträtiert. Für das gemeinsame Grab von Gabriele Münter und ihrem Lebensgefährten Johannes Eichner fertigte er einen schlichten Stein aus Muschelkalk. Ein Großteil seines künstlerischen Nachlasses befindet sich im Schloßmuseum Murnau.