Die ausgebildete Biologin und Enkelin des berühmten Zoologen und Biologen Ernst Haeckel lebte von 1969 bis zu ihrem Tod 1994 in einem Haus am Murnauer Schererweg. Ursprünglich hatte sie Botanik, Chemie und Erdkunde in Jena und mit Hinzunahme der Fächer Zoologie und Geologie in München studiert. Haeckel wollte zunächst in die Fußstapfen ihres Großvaters treten und „[…] als Botanikerin wissenschaftlich arbeiten und dabei möglichst Expeditionen begleiten und deren Ergebnisse bearbeiten.“ 1928 hatte sie „Über Iridaceen“ (Schwertliliengewächse) promoviert. Von 1929 bis 1938 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Göttingen und Halle. Parallel dazu legte sie das erste und zweite Staatsexamen für das Höhere Lehramt in Bayern ab. Als die Förderung für ihre Stelle an der Universität Halle auslief, bewarb sie sich 1939 auf eine Anstellung als Studienassessorin an der Privaten Höheren Mädchenschule des Schulvereins Murnau. Zwei Jahre später war sie bereits Schulleiterin. Eine Stelle, die sie bis zu ihrer Pensionierung 1966 ausübte. Zwischenzeitlich war aus der privaten Mädchenschule eine staatliche Oberrealschule geworden. Seit 1923 war sie Mitglied im Deutschen Alpenverein, 1939 war sie dem Bund Naturschutz beigetreten und engagierte sich leidenschaftlich und mit großer Hartnäckigkeit für die Unterschutzstellung des Murnauer Moos. Ihrer Hartnäckigkeit und ihrer Vermittlung in unzähligen Moosführungen und Vorträgen ist das Bewusstsein für die Erhaltung des Mooses und das Verständnis für die Landschaft um Murnau zu verdanken.