112 - Hubert Lang (*1946), Reiter, 1992

Hubert Lang (*1946), Reiter, 1992

112 - Hubert Lang (*1946), Reiter, 1992

Reiter und Pferd scheinen in ihrer entspannten Haltung das Gegenstück zur Darstellung des Hl. Georgs zu sein, der Vorbild für das Titelbild des Almanachs "Der Blaue Reiter" war. Während der Hl. Georg als Drachenkämpfer für die Künstler des Blauen Reiters den Sieg des Geistigen über das Materielle symbolisierte, strahlen Reiter und Pferd von Hubert Lang eine tiefe Ruhe aus. Sattel- und zügellos sitzt der Reiter mit herabgesunkenen Armen auf dem Pferd, dem Lang leicht archaische Züge und Stilmerkmale verliehen hat. In der Abteilung Malerei des 19. Jahrhunderts ist eine weitere Skulptur von ihm zu entdecken: „Hommage à Arnold Böcklin“ von 1999. Das berühmte Gemälde „Toteninsel“ von Böcklin, in verschiedenen Versionen zwischen 1880 und 1886 entstanden, wurde von Hubert Lang kongenial als Skulptur umgesetzt. Der in Oberammergau geborene Künstler Hubert Lang studierte zunächsvon 1963 bis 1966 an der Staatlichen Schnitzschule für Holzbildhauerei in Oberammergau. Von 1968 bis 1974 war er Student an der Akademie der Bildenden Künste München und Meisterschüler bei Georg Brenninger. Im Anschluss belegte er bis 1976 Malerei bei Alfred Hrdlicka an der Kunstakademie Stuttgart.